Worte für das Herz

Weihnachtsbrief von Landesbischof Ralf Meister

Wunschzettel. © as_seen / photocase.de
Wunschzettel. © as_seen / photocase.de

Meine Großmutter hat zu Weihnachten Gedichte geschrieben. Sie starb in dem Jahr, in dem ich geboren wurde. Doch einige Strophen aus ihren Gedichten sind durch Jahrzehnte in unserer Familie weitergereicht worden. Meine Mutter sagte die Weihnachtsgedichte vor 80 Jahren auf und vor einem halben Jahrhundert meine Geschwister und ich.

Was so manchem Kind heute wie eine leidige Pflicht erscheinen mag, Weihnachtsgedichte aufsagen, war für uns vor 50 Jahren eine normale Übung. Die Gedichte waren jeweils in ihrer Länge und dem Schwierigkeitsgrad an unser Lebensalter angepasst. Wir Geschwister probten vorab und sagten dann diese Verse vor Eltern, Großeltern oder anderen Gästen auf. Diese spannenden Auftritte vergesse ich nicht. Ein Gedicht blieb mir bis heute im Gedächtnis. Es geht um die Verabschiedung des Weihnachtsmanns. Darin heißt es:

Der Weihnachtsmann, den die Kinder so lieben,
der Puppenstuben und Burgen gemacht,
dem man einfach einen Zettel geschrieben,
und der dann alles hat gebracht,
der Mann, den so oft ich gesehen im Traume,
der mein Kinderherz tat so oft erfreu‘n,
der Mann mit dem Weihnachtsbaume –
das alles soll nur ein Märchen sein?
Doch darf uns das Märchen nicht traurig machen!
Wenn Weihnachten ist, soll man fröhlich sein.
Ich weiß einen Trost, den will ich euch sagen:
Uns bleibt ja noch das Christkindlein.
...

Lesen Sie den ganzen Weihnachtsbrief im Download (siehe unten).

Weihnachtsbrief zum Download

application/pdf Weihnachtsbrief des Landesbischofs (1,4 MiB)

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